Ein ukrainisches AP-Journalisten-Team in Mariupol dokumentiert trotz Belagerung die Gräueltaten der russischen Invasion. Als einzige internationale Reporter vor Ort halten sie entscheidende Kriegsbilder fest, darunter das Leid der Zivilbevölkerung, Massengräber und die Bombardierung einer Entbindungsklinik. Der Dokumentarfilm von Pulitzer-Preisträger Mstyslav Chernov zeigt auch die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges auf die Presseagentur AP.

Er basiert auf Chernovs täglichen Nachrichtenberichten und eigenen Aufnahmen aus dem Kriegsgebiet. Mehrfach ausgezeichnet vermittelt dieser Dokumentarfilm erschütternde Einblicke in das Leid der belagerten Zivilisten. Trotz der Schwere des Themas richtet er einen unschätzbar wertvollen Blick auf die Herausforderungen des Nachrichten-Journalismus in Konfliktgebieten und zeigt auch globale Auswirkungen.

Am 18.1. begrüßen wir Dokumentarfotograf Vincent Haiges für ein Zoom-Interview, live zugeschaltet aus der Ukraine. 
Ausgehend von dem Dokumentarfilm „20 Tage in Mariupol“ reflektiert der Dokumentarfotograf Vincent Haiges darüber, wie sich das Grauen des Krieges vermitteln lässt, wenn der Schock der ersten Wochen nachlässt und der Krieg zunehmend zur Alltagsnachricht wird. Welche Bilder braucht es, um das Grauen des Krieges weiterhin vorstellbar zu machen? Wie hat sich die Arbeit von Berichterstatter*innen im Verlauf der vergangenen vier Jahre verändert? Und wie stellt sich die aktuelle Situation in der Ukraine heute dar?

In Koop. mit der Kirchengemeinde St. Nikolai

Ukraine 2022
FSK
ab 18
Länge
94
Genre
Dokumentation
Regie
Mstyslav Chernov