Erzählt wird die Coming-of-Age-Geschichte der beiden Jugendlichen Chernor und Baran mitten in Hamburg. Baran stammt aus einem kurdischen Dorf im Südosten der Türkei und hat seine Eltern im gewaltvollen Konflikt verloren. Chernor kommt aus einem nicht näher benannten Ort in Afrika und träumt von einem Leben in Australien. Beide verfügen über keinen gesicherten Aufenthaltsstatus und sind somit von Abschiebung bedroht. Als die Situation der beiden sich zuspitzt, drohen die Ereignisse zu eskalieren und Baran steht vor folgenreichen Entscheidungen.
Ausgehend von prekären Lebensrealitäten blickt der Film jedoch nicht auf Mangel, sondern auf Selbstwirksamkeit, Mut und die Suche nach der eigenen Geschichte. Zwischen den Nuancen des Begriffs Kleine Freiheit und den verschiedenen Winkeln der Straßen St. Paulis bewegt sich der gleichnamige Film von Yüksel Yavuz – mal rasend schnell, mal mit vorsichtigen Schritten. Mit einem genauen und empathischen Blick schaut er auf Fragen von Zuhause-Sein, Zugehörigkeit, Identität und Freundschaft.
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