„A gun and a girl” – laut D.W. Griffith ist das die Essenz des Kinos. Jean-Luc Godard zitiert den US-Regisseur in seiner „Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos“. Dass dieser Satz oft ihm selbst zugeschrieben wird, erstaunt nicht, denn bereits in seinem Debütfilm „Außer Atem“ – und danach immer wieder – kommt beides vor: Der Kleinganove Michel klaut in Marseille ein Auto und erschießt auf der Fahrt im Affekt einen Polizisten. Fortan ist er ein gesuchter Mann, sein Bild ist in allen Zeitungen. In Paris versucht er Geld aufzutreiben und trifft auf der Champs-Élysées die amerikanische Studentin Patricia wieder, in die er sich nach einigen gemeinsamen Nächten verliebt hat. Er möchte mit ihr nach Rom flüchten. Doch die junge Frau hat eigene Pläne und ist sich ohnehin ihrer Gefühle zu Michel nicht sicher. Als auch Patricia ins Visier der Polizei gerät, trifft sie eine fatale Entscheidung.
Text: visionkino