Albrecht Weinberg, der letzte ostfriesische Überlebende des Holocaust, ist am 12. Mai 2026 im Alter von 101 Jahren verstorben. In "Albrecht Weinberg - Es ist immer in meinem Kopf" nimmt er uns mit auf eine letzte Reise durch Norddeutschland – in seine alte Heimat, die sich heute fremd anfühlt. Nach Auschwitz und dem Mord an einem Großteil seiner Familie wanderte er 1947 aus. Die Freiheitsstatue in New York wurde für ihn zum Versprechen eines neuen Lebens. „You must forget about it“, sagten sie ihm in Amerika. Er hat es versucht – und ist doch daran gescheitert. Wie soll man das Unvorstellbare vergessen?

Nach 60 Jahren in New York und Florida lebte Albrecht wieder in Ostfriesland. Unermüdlich teilte er seine Erinnerungen: an Ausgrenzung und Entrechtung, an die schleichende Radikalisierung und den industriell organisierten Massenmord der Nationalsozialisten. Mal nüchtern, mal überraschend offen sprach er über das, was ihn bis heute begleitet hat. An seiner Seite war Gerda Dänekas – einst seine Pflegerin, zuletzt seine Freundin und Mitbewohnerin. Gemeinsam verfolgten sie eine Mission: erzählen, erinnern, gegen das Vergessen ansprechen – solange es noch möglich ist. Es war ein Leben, geprägt von den Verbrechen der Vergangenheit und dem unaufhörlichen Kreislauf der Erinnerungen. 

Deutschland 2026
FSK
ab 0
Länge
80
Genre
Dokumentation
Regie
Güner Yasemin Balci, Jesco Denzel