„Feindflug & Feuersturm – Hollywood und der Untergang der deutschen Städte“ ist ein Kompilationsfilm fernab der Geschichtsfilmformate, wie sie das Fernsehen kennt. Die Dokumentation ist eine Montage aus über 40 Filmquellen, die Mehrheit in Farbe, der Jahre 1938 bis 1945. Subjektiv, aber faktenbasiert befasst sich die Dokumentation nicht nur mit einer Phase deutscher Geschichte. Die Filmemacher Hermann Pölking und Martin Sündermann wollen mit ihrer filmischen Dokumentation die Kriege der Gegenwart reflektieren. 

Im Zentrum der Dokumentation steht ein propagandistisches Meisterwerk: William Wylers („Ben Hur“) 38-Minuten-Film von 1944 für die First Motion Picture Unit der US-Army Air Forces „The Memphis Belle“. Wylers Film handelt vom angeblichen 25. Feindflug eines B17-Bombers mit dem Ziel der Hafenanlagen und U-Bootbunker in Wilhelmshaven. Der Angriff des von der Besatzung „Memphis Belle“ genannten Flugzeugt zeigt in Wirklichkeit den 15. Feindflug. Und Wyler nutzt auch Bilder der späteren Angriffe auf Bremen, Kiel, Helgoland und St. Nazaire – ohne das zu erwähnen. Wylers Film wird von den Filmemachern mit Aufnahmen der deutschen Heimatfront kontrastiert. 

Zu sehen sind Städte nach Tages- und Nachtangriffen, 14jährige Luftwaffenhelfer und die hilflosen Vorbereitungen der Zivilisten auf den Terror des Luftkrieges.

Die Dokumentation erinnert an die Einführung des modernen Luftkriegs mit ihren Flächenbombardements durch Hitler Deutschland im spanischen Bürgerkrieg, zeigt Angriffe der Luftwaffe auf britische Städte und konfrontiert mit den Mordtaten des Nazi-Regimes. 
 

Deutschland 2026
FSK
ab 16
Genre
Dokumentation
Regie
Hermann Pölking, Martin Sündermann