Bilder einer Reise durch den kapitalistischen Dschungel aller fünf Kontinente öffnen den Blick auf Klimaerwärmung, Krieg, Konsum, Flucht und Ungleichheit. Episoden aus dem Leben des Regisseurs, die an weltgeschichtliche Ereignisse geknüpft sind, erweitern den Film um eine historische Dimension. Sie vertiefen die Sicht auf die Welt von heute und schildern die Gefühlslage der 68er-Generation, die ihre vor 50 Jahren entwickelte, kämpferische Perspektive zu verlieren droht. Die herkömmliche filmische Erzählweise wird überwunden, keine Interviews und Kommentare verstellen den Blick.

Texte von Franz Kafka, Bertolt Brecht, Slavoj Zizek, Ulrike Meinhof, Dorothee Sölle und anderen stellen die Verhältnisse von heute in einen grösseren Zusammenhang und versuchen zu ergründen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Musik aus der Matthäus Passion von J. S. Bach begleitet Bilder und Texte.

Entstanden ist ein Essayfilm über den Umgang mit der schmerzlichen Tatsache, dass unser Dasein heute nicht so ist, wie es sich viele vor 50 Jahren erträumten. Ein filmischer Versuch, die Mechanismen eines entfesselten Kapitalismus zu zeigen und die Frage zu beantworten, ob ein richtiges Leben im Falschen überhaupt möglich ist.

Schweiz 2019
FSK
ab 6
Länge
80
Genre
Dokumentation
Regie
Christian Labhart
2020-12-04
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