Im Jahr 2020 feiert nicht nur der Komponist (und Musiker) Ludwig van Beethoven Geburtstag, sondern auch der wohl beste Lyriker seiner Zeit, der ebenfalls im Jahre 1770 geborene Friedrich Hölderlin. Die Sprache Hölderlins hat Michael Engelhardt im Großen wie im Kleinsten erforscht, Ergebnisse zu wissenschaftlicher Erkenntnis gefügt und vor allem: rhythmisch und streng analysiert, gesprochen, Verse gepflügt, den Acker durchfurcht.

Durch profunde Ausarbeitung der Metrik und der Klanglichkeit dieser Sprache, durch glasklares Denken und artikulatorische Exzellenz tönt Hölderlins Werk in schönster Weise. Ein Höhepunkt seiner Arbeiten ist Engelhardts poetische Performance in Deutschlands Arthouse-Kinos, mit dem Titel:

Hölderlin : Sprache ! großes Kino.

Visuelle Übersetzungen von Rhythmus, Atem, Schritt und Metrik auf die Kinoleinwand erweitern die live gesprochene Gedichtrezitation. Da wo das Publikum in guten Sesseln lauscht. Wo es richtig dunkel werden kann im Saal. Wo im Surround-Ton Zwischentöne schallen, wo der Fokus des Hörens und die Assoziationen des Auges satt bedient werden. Da wird Hölderlins Sprache das, was sie sein möchte: abgrundtief schön. Das hat mit Gedichtrezitation, wie sie im Allgemeinen erwartet wird, nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Verse reiten, tanzen, flüstern, rufen und schimpfen. Ein Gesang aus Sprache.

Genre
Performance
Regie
MIchael Engelhardt

Alle Spielzeiten

Hölderlin – eine poëtische Performance
Montag, 13.4.
11:30
Zeise 1
zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin
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