Am 3. März 2020 spielen "Gundermann"-Hauptdarsteller Alexander Scheer und Regisseur Andreas Dresen im Deutschen Schauspielhaus die Songs von Gerhard Gundermann. Als Begleitung zeigen wir die Dokumentation "Gundermann Revier" und den fünffachen Lola-Preisträger "Gundermann".

Gerhard Gundermann war Baggerfahrer, Rockpoet und die "Stimme des Ostens" - Ein außergewöhnlicher Mensch mit einer außerordentlichen Biografie voller Ecken und Kanten, für die das Lausitzer Revier und die einstige "sozialistische Wohnstadt" Hoyerswerda den Hintergrund bilden.

Der Film macht sich auf die Suche nach dem, was dieses Leben ausmachte, bevor es 1998 so plötzlich erlosch. Eine Lehrerin, seine ersten Wegbegleiter aus der Brigade Feuerstein, sein Tontechniker und enge Mitarbeiter erinnern sich. Aber auch die Silly-Musiker Uwe Hassbecker und Ritchie Barton, Andy Wieczorek von der Band "Seilschaft" und Conny Gundermann, seine Lebensgefährtin kommen zu Wort. Der Bürgerchor Hoyerswerda singt Gundermann-Lieder und versucht damit den Brückenschlag in die Gegenwart des Reviers, das sich gerade wieder einmal neu erfinden muss.

Wie in einem Brennspiegel bündeln sich in der Region und in Gundermanns Werk globale Fragen: nach Heimat, nach dem Ende der Arbeit, nach Utopien und individueller Verantwortung. Der Film erzählt mit Poesie und Musik, eingebettet in die Bilder einer gebrochenen Landschaft und mit vielen unbekannten Archivaufnahmen, über einen von jenen, die "die Welt nicht retten können, aber möchten / mit viel zu kurzen Messern in viel zu langen Nächten".

Deutschland 2019
Länge
98
Genre
Dokumentation
Regie
Grit Lemke
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