Doch das diese blonde Heldin schon als Teenie trank, Drogen nahm und mit 16 Jahren von ihrem kaputten Elternhaus in Florida wegrannte, um in Kalifornien den Traum vom Leben als Profi-Surferin zu jagen, blieb lange unbekannt. Andersen schlug sich in Huntington Beach unter Junkies und Obdachlosen durch, bevor sie schließlich Anfang der 90er Jahre den Durchbruch schaffte. Als sie kurz darauf schwanger wird, scheint ihre Karriere für viele bereits wieder beendet – doch Lisa Andersen beschloss, sich nicht unterkriegen zu lassen und gewinnt bereits einen Monat nach der Geburt ihrer Tochter den ersten Contest. Es folgen vier Weltmeistertitel und eine Präsenz in der Surfkultur, die bis heute wirkt.
Dieser Film über die Ikone des Frauensurfens ist ein stilistisches Meisterwerk. Archivmaterial aus den 90ern lässt diese aufregende Zeit mit ihrem freigeistigen Lifestyle wiederauferstehen. Lisa Andersen berichtet offen, schonungslos und dabei so bewegend und authentisch von ihrem abgefahrenen Lebensweg, während grandioses Surfen an Traumspots auf Hawaii und Tahiti, in Kalifornien und Europa für Fernweh sorgt.
“Lisa defined a new era for women’s surfing”
—Kelly Slater
Als Vorfilm wird der Film NAUSICAA gezeigt.
Die italienische Onde Nostre Crew lud ein paar der stylishsten Longboarder zu einem Traumtrip
ein: Auf zwei Segelbooten reisten sie auf den Spuren von Odysseus durch das Mittelmeer. Sie
fanden bisher unbekannte Wellen, einsame Strände und maritime Abenteuer. Dies ist ein Film
über die unglaubliche kulturelle Dichte dieser Wiege der Zivilisation, ihrer unbekannten Surfspots
und über die Freude an einem einfachen Leben im Einklang mit der Natur. Der funky Soundtrack
und das unfassbar coole Surfen besonders von Andy Nieblas bescherten diesem Meisterwerk
Preise auf diversen Filmfestivals 2018.
Surfers: Alessandro Ponzanelli, Andy Nieblas, Margaux Arramon-Tucoo and many more.
(I, 2018. Regie: Luca Merli. 25 Min)