





Ein gutes Herz
Der Isländer Dagur Kári hat nach Nói Albinói und Dark Horse einen wunderbar komischen und rührenden Film gemacht, der in bester Tradition von Regisseuren wie Kaurismäki und Jarmusch steht.
Jacques (Brian Cox) ist der griesgrämige Besitzer einer heruntergekommenen New Yorker Kneipe, die einem bunten Haufen von Trinkern als Zuhause dient. Er ist dabei, sich konsequent zu Tode zu saufen, und liegt nach seinem mittlerweile fünften Herzinfarkt in der Klinik. Sein Zimmernachbar ist der Obdachlose Lucas (Paul Dano). Der gutmütige Aussteiger fühlt sich dem täglichen Kampf ums Überleben nicht gewachsen, und wurde nach einem kläglich gescheiterten Selbstmordversuch ebenfalls eingeliefert.
Nachdem beide entlassen sind, landet Lucas wieder auf der Straße. Jacques, der jeden Moment damit rechnen muss abzutreten, erkennt in Lucas einen würdigen Nachfolger und nimmt ihn bei sich auf. Er unterweist den Jungen in seiner reichlich eigenwilligen Kneipen-Philosophie: Ein perfekter Espresso ist die höchste Kunst, Neukunden sind stets unwillkommen, keine Kumpanei mit Gästen, aber vor allem: Absolutes Frauenverbot! Lucas lernt schnell, doch als die Liebe in Form der schönen, betrunkenen Stewardess April (Isild Le Besco) in die Bar stolpert, wird die Freundschaft der beiden auf die Probe gestellt.
Dänemark / Island / USA / Frankreich / Deutschland 2009 • Länge: 95 • Regie: Dagur Kári • Schauspieler: Brian Cox, Paul Dano, Isild Le Besco, Stephanie Szostak, Damian Young, Clark Middleton, Edmund Lyndeck
Kinostart im zeise am Donnerstag, den 25.11.10
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