ausführliche___Info

231_298.jpg231_3_klein.jpg231_5_klein.jpg231_6_klein.jpg231_8_klein.jpg

Renn, wenn du kannst

Immer nah am Herzen der Figuren und doch mit Mut zum großen Kino erzählt der Film eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst. Selten hat ein Film mit solcher Konsequenz von einer schweren Behinderung und dem Umgang damit erzählt – zugleich aber entfaltet er visuellen Ideenreichtum, absurden Dialogwitz und eine erzählerische Leichtigkeit, wie sie im deutschen Kino nicht oft zu finden sind.

Benjamin (Robert Gwisdek) sitzt im Rollstuhl. Er ist intelligent, witzig und verzweifelt. Die Liebe kommt für Ben nicht in Frage, das erklärt er zumindest seinem neuen Zivi Christian. Christian (Jacob Matschenz) nimmt das Leben leicht: Er wird ein halbes Jahr bei Ben bleiben und dann seiner Wege gehen. Annika (Anna Brüggemann) studiert Cello, doch das Musikstudium und der gnadenlose Zwang zu Perfektion lasten schwer auf ihr.

Die drei werden Freunde. Zu dritt erschaffen sie sich eine eigene Welt aus Sehnsucht und Phantasie. Dann verlieben sie sich, denn natürlich wollen beide Jungs mehr von Annika als nur Freundschaft. Annika kann sich nicht entscheiden – sie mag Christian und seine Verspieltheit, aber die stärkere Verbindung hat sie eigentlich zu Ben. Was für alle drei wie ein Spiel beginnt, wird für Ben eine Reise zu seinen größten Ängsten, in Abgründe, aus denen er allein nicht mehr herausfinden wird.


Deutschland 2010 • Länge: 112 • Regie: Dietrich Brüggemann • Schauspieler: Robert Gwisdek, Anna Brüggemann, Jacob Matschenz, Franziska Weisz, Michael Sens, Leslie Malton, Jörg Bundschuh, Sven Taddicken, Alexander Hörbe • FSK: ab 12

Kinostart im zeise am Donnerstag, den 29.7.10



« zurück